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Lärmpausen - ein PR-Gag?
Von: @ZRM EXTRABLATT <2014-10-19>
Die Zukunft Rhein-Main (ZRM) sieht die vom hessischen Wirtschaftsminister Al-Wazir vorgeschlagenen Lärmpausen kritisch: "Der Lärm wird nicht weniger, sondern nur anders verteilt."

Mit »Lärmpausen« will Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in den Nachtrandstunden eine Verbesserung für die vom Fluglärm Betroffenen erreichen. Die Zukunft Rhein-Main (ZRM) sieht das anders: »Lärmpausen bringen nicht weniger Lärm, sondern verteilen den Lärm nur anders!«.

Wenn sie am Boden bleiben, machen die Flieger den wenigsten Lärm.
Bild: Mario Andreya

Durch eine abwechselnde Nutzung der Bahnen am Flughafen soll das Nachtflugverbot zwischen 23 Uhr und 5 Uhr mal um eine Stunde für die einen Anwohner erweitert werden, mal für die anderen. Fünf Varianten hat Al-Wazir vorgelegt. Bis Ende des Jahres soll es eine Entscheidung für ein Modell geben.

»Es bleiben viele Fragen offen«, meint das Sprechergremium der ZRM, Umweltdezernentin Katrin Eder (Landeshauptstadt Mainz), Bürgermeisterin Angelika Munck (Stadt Hochheim am Main) und Landrat Thomas Will (Kreis Groß-Gerau). Wenn künftig auf einer Bahn bis 23 Uhr oder unmittelbar nach 5 Uhr besonders viele Landungen abgewickelt werden müssen, steht dies in krassem Gegensatz zum Flughafen-Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes: Die Zahl der Flugbewegungen muss vor und nach der Nachtruhe langsam ab- beziehungsweise anschwellen. »Das darf die Landesregierung nicht ignorieren!« Die Fraport hat fast drei Jahre ungenutzt gelassen, den Flugbetrieb an diese Vorgaben anzupassen.

Eder, Munck und Will sind sich einig: »Lärmpausen können, wenn überhaupt, nur ein »Probelauf« sein, denn sie schaffen keine ausreichende Nachtruhe – und schon gar nicht für alle.« Die vorgelegten Modelle können bestenfalls einen Teil der Region für 60 Minuten von Lärm verschonen – zu Lasten anderer.

Die ZRM hält an ihrer Forderung nach einem wirklichen Nachtflugverbot von 22 Uhr bis 6 Uhr fest. Auch erneuert die Initiative ihre Forderung, nach einer verlässlichen Lärmobergrenze. Es darf nicht lauter werden.

Das Sprechergremium fordert eine breite öffentliche Diskussion der Planungen, in die auch die betroffenen Kommunen, die Naturschutzverbände und die Bürgerinitiativen einbezogen werden müssen. Angelika Munck, Thomas Will und Katrin Eder kündigen an, dass sich auch die ZRM intensiv mit den vorgeschlagenen Modellen beschäftigen und sich konstruktiv in die Entscheidungsfindung einbringen wird.



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