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BVF: Fluglärmschutz Quo Vadis
Pressemitteilung vom 01.11.2017
Von: @Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF) <2017-11-01>
Die Bundes­vereinigung gegen Fluglärm lädt anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens zu einer Fest­veranstaltung in Frankfurt ein.

Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm lädt anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens zu einer Festveranstaltung in Frankfurt ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht eine Podiumsdiskussion mit dem hessischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al Wazir, dem Leiter des Fachbereichs Umweltplanung des Umweltbundesamts, Dr. Harry Lehmann, dem Leiter des Zentrums für Kardiologie in Mainz, Prof. Dr. Thomas Münzel, und dem Präsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm, Helmut Breidenbach. Die Zusammensetzung des Podiums zeigt deutlich, dass die vom Luftverkehr ausgehenden Gefährdungen nicht nur lokal gehandhabt werden können, sondern auch auf Bundesebene bekämpft werden müssen. Hierfür setzt sich die Bundesvereinigung seit nunmehr 50 Jahren ein und hat 1971 maßgeblich den Anstoß für die Erarbeitung des Gesetzes zum Schutz vor Fluglärm gegeben. Nach 2007 steht das Fluglärmgesetz erneut zur Novellierung an. Die in den letzten Jahren veröffentlichten Gesundheitsstudien weisen wiederholt nach, das dringende Handlung geboten ist: Aktiver Lärmschutz muss Vorrang vor passiven Lärmschutz haben und die gesetzliche Nacht von 22h bis 6h muss vor Fluglärm geschützt werden.

Nicht nur die Gesundheits- sondern auch alle Klimaschutzstudien beweisen seit Jahren die schädlichen Auswirkungen des wachsenden Luftverkehrs. Dieser wird inzwischen zu einem der größten globalen Klimaprobleme. Die Bundesvereinigung unterstützt die Forderungen der Umweltverbände. Die Subventionierungen des Luftverkehrs in Deutschland von über 10 Milliarden Euro jährlich wirken nicht nur klimaschädlich, sondern auch wettbewerbsverzerrend und müssen abgebaut werden. Eine Sonderstellung des Luftverkehrs beim Klimaschutz darf nicht weiterhin akzeptiert werden. Analog zu den Feinstaubbelastungen müssen die vom Ultrafeinstaub ausgehenden Gefahren benannt, bemessen und reduziert werden.

Helmut Breidenbach, Präsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm: "Die neue Bundesregierung täte gut daran, sich nicht fortwährend dem Druck der Verkehrslobby zu beugen und intelligente Mobilitäts-Lösungen auf den Weg zu bringen, die sich mit Lärm- und Klimaschutz vereinbaren lassen."

Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm e.V. ist ein unabhängiger, gemeinnütziger eingetragener Verein, in dem fast 100 Schutzvereinigungen an Verkehrs- und Militärflughäfen sowie an Landeplätzen der Allgemeinen Luftfahrt zusammen geschlossen sind – dazu kommen ca. 40 Städte und Gemeinden aus dem Umland von Flughäfen. Zweck des Vereins ist die Förderung des Umweltschutzes. Dabei stehen der Schutz vor Fluglärm sowie der Schutz der Landschaft in der Umgebung der Flughäfen im Vordergrund. Ziel ist die Sicherung des Lebensraumes der Menschen und vor allem der Schutz der Nachtruhe. Die Ausdehnung der Flughäfen muss sich dabei an der zulässigen Umweltkapazität ausrichten.

Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm dankt ihren Mitgliedern für ihren langjährigen tatkräftigen Einsatz und freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.

Ein Interview mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der BVF, Berthold Fuld aus Bad Homburg, anlässlich des 50-jährigen Bestehens der BVF findet man in der FNP.

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BVF Ultrafeinstaub

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